Fernsehapparat

Der erste Fernsehapparat meiner Eltern war ein Hornyphon-Gerät, das sie allabendlich einschalteten. Da Fernsehen wie auch das Lesen von Comics als vor allem für Kinder schädlich galt, war meine Zeit vor dem Gerät genau bemessen. Spätestens nach der Werbung nach den Abendnachrichten, also um 20:15 Uhr, war Schluss. Und der letzte Höhepunkt war die allabendliche Werbesendung mit Otto Schenk und Alfred Böhm, die um diese Zeit endete. Die Zeit davor und danach durfte ich nur im dunklen Nebenzimmer meinen auf Tonband aufgezeichneten Liedern lauschen. Auf der Couch liegend, mit dem Tonband Gerät auf der Brust, hörte ich nicht nur meine Musik, sondern leise auch den Ton des Fernsehprogramms nebenan.
Werner Rappl